Pflege


"Wer sich im Alter wärmen will, muß sich in der Jugend einen Ofen bauen" (Sprichwort)


D
ie gesetzliche Pflegepflichtversicherung dient der Grundvorsorge im Leistungsfall "Pflege" - entweder ambulant durch Angehörige zu Hause oder stationär in Pflegeheimen - und zwar im Sinne einer "Teilkasko-Versicherung", wie es Gesundheitsminister Philipp RÖSLER auf einem Kongress des Sozialverbandes VdK vor dem Hintergrund geringer finanzieller Spielräume bezeichnete ("Die Pflegeversicherung wird niemals allen alles bezahlen" (FTD 10.02.2011 - Rößler kündigt Pflegereförmchen an).

Seit der Pflegereform vom 01.01.2017 wird die Pflegebedürftigkeit von einem medizinischen Dienst der privaten oder gesetzlichen Krankenkassen an Hand der zunehmenden Einschränkungen im ambulanten oder stationärem Umfeld in nunmehr fünf Pflegegrade eingeteilt. Die gesetzlichen Leistungen reichen hierbei je nach ermitteltem Pflegegrad von mindestens 125,- Euro mtl. bis maximal 2005,- Euro mtl.; näheres z. B. bei

https://de.wikipedia.org/wiki/Pflegeversicherung_%28Deutschland%29

Die restlichen Kosten der Pflege müssen aus privatem Vermögen beglichen werden. Keine Pflegeversicherung benötigt, wer genügend Einkommen hat oder Vermögen besitzt, das er nicht vererben will. Des weiteren, dem die Verfolgung seiner Kinder durch das Sozialamt egal ist oder wer weder Kinder, Einkommen oder Vermögen hat.

Alle anderen müssen für sich die Frage beantworten, welchen Betrag er oder sie im Pflegefall selbst aufzubringen in der Lage ist. Für den Restbetrag schätzt man in Deutschland von mindestens 250,- Euro mtl in Pflegegrad I bis mindestens 1.700,- Euro mtl in Pflegegrad 5, den man im ambulanten Bereich zusätzlich noch selbst aufbringen muß; stationär wird es noch deutlich teurer.

Zur Finanzierung wird neben dem Einkommen (restllos bis auf einen Barbetrag von 109,- Euro; z. B. Rentenleistungen), das Vermögen des zu Pflegenden sowie seines Ehegatten (bis auf ein Schonvermögen). Danach hat der Pflegebedürftige Anspruch auf Sozialhlfe nach §§61 ff SGB XII. Diese Behörde prüft dann, ob und wie Kinder zu verpflichten sind. Nach BGB § 1601-1610 sind Eltern und Kinder sich wechselseitig zum Unterhalt verpflichtet, dieser Anspruch wird auch durchgesetzt. Dem verpflichtenden Kind verbleibt gemäß der sogenannten Düsseldorfer Tabelle zur angemessenen Lebensführung ein Selbstbehalt von 1.800,- Euro, das des Ehegatten 1.440,- Euro: "Der Ehepartner wird zur Berechnung des Elternunterhaltes herangezogen, Berechnungsgrundlage ist das Familieneinkommen", wobei "Altlasten" individuell berücksichtigt werden. Die Feststellung dieses "bereinigten Selbstbehaltes" geschieht in der Regel nie ohne anwaltlichen Beistand - ohne Rechtsschutzversicherung kostet das dann meist mehr als eine Pflegeversicherung.

Eine private Pflegeversicherung ist daher Vermögensschutz, der aus besagten Gründen nicht selten von Kindern für ihre Eltern abgeschlossen wird.

Hierzu bietet der Markt im Grund drei Typen von Pflegeversicherungen an:
  • Pflegekostenversicherung: Der Versicherer leistet auf Nachweise der entstandenen Kosten bzw. der eingereichten Belege
  • Pflegerentenversicherung: Der Versicherer leistet bei Feststellung eines Pflegegrades lebenslang die vereinbarte Pflegerente.
  • Pflegetagegeldversicherung: Der Versicherer leistet bei Feststellung eines Pflegegrades das vereinbarte Tagegeld - in der Regel so lange, wie die Versicherungsbeiträge gezahlt werden.
Des Weiteren wäre bei der Auswahl der Tarife auf ein paar Leistungsmerkmale zu achten wie Geltungsbereich, Dynamisierung, Pflege durch Angehörige, Einmalzahlung, Verhalten bei Akutversorgung und Reha. Fragen Sie Ihren Versicherungsmakler!

Ihre Vergleichsberechnungen können Sie gerne anfordern unter www.pollok-finanz.de


Hier wird noch gearbeitet ....




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